

Nationalpark Bayerischer Wald
Das Konzept des Nationalparks
Zielvorgabe des Nationalparks ist es, "Natur Natur sein lassen". Auf der überwiegenden Fläche des Nationalparks sollen die Natur und damit auch die dynamischen Abläufe in den Wäldern geschützt werden. Auf 8.000 Hektar (knapp 25% der Fläche) greift der Mensch in den natürlichen Ablauf daher überhaupt nicht mehr ein.
Führungen durch den Nationalpark
So bunt und vielfältig wie der Wald selbst sind auch die Führungen, die das ganze Jahr über stattfinden, zu ganz unterschiedlichen Themen und zugeschnitten auf die jeweilige Jahreszeit. Ein Urwaldspaziergang im Märchenwald ist genauso reizvoll wie die große Schachtenwanderung, ein Abenteuer am Bach fasziniert die Kinder genauso wie der Ausflug zu Käuzen, Bär und Otter.
Die Tierwelt im Nationalpark
Im Nationalpark konnte sich eine einzigartige Tierwelt erhalten bzw. wurde dort wieder angesiedelt. Darunter befinden sich vom Aussterben bedrohte Arten wie z.B. Auerhuhn, Luchs, Wanderfalke, Wildkatze, Schwarzstorch oder der Fischotter genauso wie andere typische Bewohner des Bayerischen Waldes.
Im Tierfreigelände, das sich im Nationalpark in der Nähe von Neuschönau befindet, sind in einem weiträumigen Gelände heute und ehemals ansässige Tiere wie Fischotter, Käuze, Wildkatze, Luchs, Uhu und Wolf in Freigehegen untergebracht. In einem zweiten Freigelände sollen ab 2006 in Mitteleuropa heute ausgestorbene Tierarten wie z.B. das Wildpferd und das Urrind zu beobachten sein.
Das Dr. Hans Eisenmann Haus
Als besonders attraktiv und wichtig hat sich das 1982 eröffnete Nationalpark-Haus erwiesen. Es wurde inzwischen zum Gedenken an den "Vater" des Nationalparks, den 1987 verstorbenen Bayerischen Landwirtschaftsminister, in Dr. Hans Eisenmann Haus umbenannt.
Das Nationalpark-Haus lädt zu Ausstellungen, Filmvorführungen und Tonbildschauen über den Wald und das Leben in ihm. Es werden den Besuchern aber auch die Gefahre nahegebracht, die diesem Gebiet drohen. Weiter stehen Ihnen beim Besuch eine Bibliothek und ein Erlebnisraum zur indiduellen Beschäftigung mit Naturmaterialien zur Verfügung. Das Haus ist weitläufig von einem botanischen Garten und einem geologischen Freiglände eingerahmt.
Wandern und Radfahren im Nationalpark
Für Ihren Urlaub im Bayerischen Wald bieten sich im Nationalpark vielfältige Möglichkeiten, Ihren Aufenthalt abwechslungsreich zu gestalten. Auf über 200 km markierten Wanderwegen gelangen Sie von den Tälern bis zu den Gipfeln von Rachel und Lusen.
Für sportiche Radler ist der Nationalpark - Radrundweg ein besonderes Erlebnis, das auf 130 Kilometern intensive Einblicke in den Nationalpark Bayerischer Wald und in den Nationalpark Sumavá vermittelt.
Moorwanderweg, Seelensteig und Felswandergebiet
Wer beim Wandern oder Spazierengehen die Bewegung an der frischen Luft mit landschaftlich reizvollen Eindrücken verbinden will, findet hier, mitten im Nationalpark, viele Möglichkeiten. Etwa den Moorwanderweg, der rund um Altschönau führt, durch das Hochmoor Kleine Au und zur Knotenbachklause, die an die alte Holztrift erinnert.
Ein besonderes Erlebnis ist auch der Seelensteig, der auf befestigten Holzstegen in einen sich selbst überlassenen Bermischwald führt und vielfältiges Entstehen und Vergehen sichtbar macht. Im Felswandergebiet schließlich vermitteln imposante Steinbastionen wie Kleine und Große Kanzel eine Ahnung vom archaischen Alter des bayerischen Urgebirges.